Unternehmerpreis "Nachhaltig erfolgreich"

Die Malermeister Ahle GmbH hat es beim Unternehmenspreis "Nachhaltig erfolgreich" bis unter die Finalisten geschafft . Die Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, verleiht zusammen mit der Bank für Kirche und Caritas den Preis für unternehmerisches Handel mit ethnischer Verantwortung. Gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern konnte sich die Malermeister Ahle GmbH mit ihrem Graffiti-Projekt durchsetzen und belegte den 3. Platz. Am 25.11.2007 wurden die Preisträger durch Dr. A. Frisch geehrt.

Die Laudatio:

"Ich freue mich, Ihnen heute die Malermeister AHLE GmbH vorstellen zu dürfen. Geschäftsführer Dietmar Ahle, herzlich willkommen.

Die Firma Malermeister Ahle GmbH mit Sitz in Paderborn, beschäftigt 36 Mitarbeiter und sorgt für die farbliche Gestaltung von Räumen und Fassaden und deren Instandhaltung mit neuesten Technologien.

Die Malermeister AHLE GmbH hat sich unter anderem auf die Entfernung von ungewollten Graffitis spezialisiert. Diese Vorgehensweise stuft Ahle selber als „reaktiv“ ein und beschritt einen ungewöhnlichen Weg: Er begann damit, den jungen Graffiti-Sprayern für ihre Kunst Flächen zur Verfügung zu stellen (altes Firmengebäude, von Stadt, von Schulen), Höhepunkt war im Jahr 2000, dass er den – von der Polizei gesuchten! – Künstlern einen legalen Auftrag für ein Wandbild in der Rathaus-Passage verschaffte.

                                            

Quelle: www.erzbistum-paderborn.de

Diese Kooperationen wirkten sich für den Unternehmer Ahle zunächst für seine Auftragslage negativ aus. Denn durch die legalen Betätigungsfelder der Graffiti-Sprayer gingen seine Umsätze bei der Entfernung ungewollter Schmierereien zurück. Mit Blick auf das Gemeinwohl ist dies gleichwohl doppelt als Gewinn zu werten: ungewollte Schmierereien verschwinden und dunkle, unattraktive Ecken im Stadtbild werden verschönert. Ein Gewinn auch, dass Graffiti-Kunst entkriminalisiert wird. Oliver Kray, einer der Sprayer – heute 24 Jahre alt – erhielt einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Südwestfalen. Auf diese Weise werden Privateigentum und Jugendkult gleichermaßen geschützt.

Doch ein findiger Unternehmer wie Ahle nutzte diese Kontakte und Erfahrungen auch für unternehmerische Ziele:

Die genannten Verluste glich er aus durch vermehrte Aufträge bei Fassaden- und Innenraumgestaltung im Graffiti-Stil. Die besondere Qualifizierung für diesen Bereich bedankt er der offenen Zusammenarbeit mit den jungen Künstlern. Zudem kann Ahle seither – wegen seiner guten Kontakte zur Graffiti-Szene der Stadt – 5 Jahre Garantie auf Graffitiverunstaltungen gewähren, wenn sein Firmenlogo angebracht wird – ein erheblicher Mehrwert bei der Fassadengestaltung. Im Zuge dieser Aktivitäten wandelte sich das Image von ‚konservativ’ auf ‚fortschrittlich’ und das Unternehmen gewann dadurch neue Kundengruppen. Die Steigerung des Umsatzwachstums und der beschäftigten Mitarbeiter sprechen für den nachhaltigen Erfolg.

Resümee: Ein originelles Vorbild für Malerbetriebe in Großstädten mit einer aktiven Graffiti-Szene."

Presseberichte