Malermeister Ahle lässt Pauker Pinsel schwingen

Lehrer der Hauptschule am Niesenteich besuchen Partnerbetrieb der Kooperation „Schule – Wirtschaft“
Theorie „gut“, Praxis „sehr gut“ - So könnte das Zeugnis von Malermeister Dietmar Ahle für seinen erfolgreichen Lehrer-Besuchstag aussehen. Im Rahmen der Kooperation Schule-Wirtschaft folgten 21 Lehrerinnen und Lehrer der Einladung des Unternehmens um sich über den Beruf des Malers zu informieren.

Und die Gäste der Paderborner Hauptschule am Niesenteich staunten nicht schlecht als Dietmar Ahle die Lehrkräfte in weiße, papierartige Arbeitsanzüge schlüpfen ließ und sie dann mit Pinseln und Farbeimern ausstattete. Große Demonstrationswände, Staffeleien, Tapeten, Putzen und Lasuren, Spachtel, Pinsel und Farben warteten in der Lagerhalle des Malerbetriebes auf ihren Einsatz.

 

Ganz in weiß: Malermeister Dietmar Ahle (oberste Reihe, zweiter v.l.) ließ 21 Lehrerinnen und Lehrer der Paderborner Hauptschule am Niesenteich sowie den Direktor Ulrich Deters (unterste Reihe erster v.l.) in den Beruf des Malers eintauchen.

Wie beim Zirkeltraining stellten sich die Lehrer an jeder Station einer neuen Aufgabe.
Besonders beliebt bei den Herren: Tapezieren und Rillenputz mit einem Spachtel auftragen. Die Lehrerinnen begeisterten sich mehr für Detailarbeiten, malten Bordüren, rührten Pigmentfarbe in Gold und Silber an und lasierten Holztafeln. Die Auszubildenden des Betriebes zeigten den Lehrern die richtigen Handgriffe und entdeckten bei dem einen oder anderen Gast sogar eine künstlerische Ader. So entstand eine angeregte Arbeits- und Gesprächsatmosphäre, in der die Lehrer die Gelegenheit nutzten, den Auszubildenden und Gesellen Fragen zu stellen. Im Anschluss an die praktische Tätigkeit führte Dietmar Ahle seine Gäste durch das Unternehmen und stellte dar, wie das Bewerbungsverfahren im Hause Ahle abläuft und verdeutlichte die Inhalte einer Ausbildung zum Maler und Lackierer. Die Resonanz des Lehrerkollegiums konnte sich sehen lassen. Der praktische Einblick in den Beruf des Malers bekam die „Note 1“ und weckte zusätzlich den Wunsch, auch in anderen Unternehmen mehr Praxisnähe zu erfahren.

Die Kooperation Schule-Wirtschaft ist eine gute Möglichkeit um Schülern den Weg in das Berufsleben zu ebnen. Sie wird von der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld unterstützt und hilft einerseits Verständnis für die besonderen Belange der Schulen zu entwickeln, andererseits können Betriebe ihre Anforderungen an Schulabgänger frühzeitig verdeutlichen.

„Es liegt uns am Herzen zu zeigen, wie facettenreich die unsere praktische ist. Dieses Wissen sollen die Lehrpersonen an ihre Schüler weitergeben um sie neugierig für unseren Beruf zu machen.“ Für Dietmar Ahle ist qualifizierter Nachwuchs ein Schlüssel für gesundes Wachstum.

Daher bietet er stets Praktikumsplätze an und freut sich über engagierte Bewerber, die eine Ausbildung bei Ahle absolvieren möchten.

 

Malerblatt 01/2010