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Soziales Engagement

In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst

 

„Dietmar Ahle investiert als ‚Corporate Citizen’ in sein gesellschaftliches Umfeld. Er schafft Vertrauen, motiviert dadurch seine Mitarbeiter und erhöht deren soziale Kompetenz. Er verbessert das Firmen-Image und gewinnt als Arbeitgeber und Anbieter an Attraktivität“, so die Worte von Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages in seiner Laudatio bei der Preisverleihung „Initiative Freiheit und Verantwortung“ in 2004. Die Spitzenverbände der Wirtschaft und die Wirtschaftswoche zeichnen Unternehmen jährlich für vorbildliches unternehmerisches gesellschaftliches Engagement aus.

 

Dieses Zitat über mich bzw. die Malermeister Ahle GmbH zeigt deutlich, welchen Nutzen Unternehmen aus dem gesellschaftlichen Engagement ihres Betriebes ziehen können. Meines Erachtens setzen diese Effekte jedoch nur dann ein, wenn diese Verantwortung auch authentisch ist und die Gewinnmaximierung hier nicht die oberste Zielsetzung ist. Uns ist es eine Herzensangelegenheit uns für gesellschaftliche Belange zu engagieren. Das wir damit für das Unternehmen auch positive Resonanzen erzielen ist ein schöner Nebeneffekt.

 

Wir wurden in diesem Fall für ein Projekt ausgezeichnet, in dem wir uns im ersten Schritt sogar unser Geschäft „verdorben“ haben. Als Spezialist für die Entfernung von Graffiti-Schmierereien waren wir die erste Adresse in Paderborn. Im Rahmen dieser Arbeiten hat mich immer die Frage beschäftigt: „Wer sind die Menschen hinter den Spraydosen und welche Motivation haben sie, in aller Heimlichkeit Wände zu besprühen“. Bei meinen Recherchen lernte ich den, damals 18jährigen, Berliner Grafitti-Sprayer Oliver Kray kennen und erfuhr, dass es bei diesen Aktionen darum geht, sich Akzeptanz zu verschaffen, sich künstlerisch auszudrücken, aber sich auch mit den anderen Sprayern zu messen: höher sprühen, schneller sein und noch coolere Bilder zu produzieren.

Das hat mich wirklich beeindruckt. Der Elan, mit dem die Jugendlichen ihrer Leidenschaft nachgingen brachten mich auf eine Idee: Ich holte die Jugendlichen von der Straße und begann damit, den Graffiti-Sprayern für ihre Kunst Flächen zur Verfügung zu stellen. Unser eigenes Firmengebäude, Wände von Schulen, eine lange Klostermauer und städtische Flächen konnten nun legal besprüht werden. Und: die Auftragsarbeiten wurden selbstverständlich bezahlt.

Diese Kooperation wirkte sich für uns Bezug auf die Auftragslage „Graffiti-Entfernung“ negativ aus. Denn durch die legalen Betätigungsfelder der Graffiti-Sprayer gingen unsere Umsätze bei der der Entfernung der wilden Schmierereien zurück. Aus heutiger Sicht betrachtet ist dieses Projekt - mit Blick auf das Gemeinwohl jedoch doppelt als Gewinn zu werten: ungewollte Wandmalereien verschwinden und dunkle, unattraktive Ecken im Stadtbild wurden verschönert. In 2007 erhielten wir für dieses Projekt auch den Preis „Brücken bauen“ des Wettbewerbs Enterprise, verliehen vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Dieses Engagement vereint sehr deutlich, das auch kleine und mittelständische Unternehmen mit kreativen Ideen, Mut und Durchsetzungskraft einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft und gleichzeitig für das Unternehmen leisten können.

 

Es bedarf aber nicht immer solcher aufmerksamkeitsstarken Themen. Auch im kleinen übernehmen wir als Unternehmen Veranwortung. Als Ausbildungsbetrieb haben wir seit der Gründung 1922 mehr als 100 Jugendliche ausgebildet. Obwohl wir wissen, dass es nicht leicht, junge Menschen ins Berufsleben zu integrieren, die vielleicht nicht so gute Zeugnisse haben, die aus familiär schwierigen Verhältnissen kommen oder durch ihren Migrationshintergrund benachteiligt werden, achten wir auch immer darauf, Auszubildenden mit diesen Vorzeichen eine Chance zu geben. Wir besuchen Schulen und erzählen aus unserem Berufsalltag um den Schülern ein praxisnahes Bild unseres Berufes zu vermitteln.

 

Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit sich an dem Projekt „Fit im Handwerk“ zu beteiligen, um die ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Das motiviert, macht Spaß und trägt zu einem guten Betriebsklima bei.

 

Auf der Kundenseite und zum Verbraucherschutz qualifizieren wir uns ständig weiter. Wir unterziehen uns Prüfungen um Gütesiegel zu erhalten, wie zum Beispiel das Zertifikat „Qualität im Handwerk“. Auf der Basis von gesundem Wohnen setzen wir besonders nachhaltige Materialien ein, verfügen über Kenntnisse im Bereich Elektrosmog und wie man ihm begegnen kann.

 

Zusätzlich gehört für uns die ehrenamtliche Arbeit in vielen Gremien zur täglichen Aufgabe: Wir wollen, dass in unserem Berufszweig Menschen eine fundierte Ausbildung erhalten und das energiesparende Konzepte umgesetzt werden, die zum Umweltschutz beitragen. Unsere Idee, einen Fassadenwettbewerb in der Stadt Paderborn auszurufen, trägt dazu bei, dass das Stadtbild bunter und vielfältiger geworden ist.

 

Einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten und unternehmerischen Nutzen daraus zu ziehen geht meines Erachtens nur mit einem Rezept: Leidenschaft, Lust und Liebe zum Handeln.

"Verantwortung übernehmen - sich nachhaltig engagieren - vernetzt handeln"

Bisher haben 83 Unternehmen aus Ostwestfalen diese Erklärung mit dem Titel "Verantwortung übernehmen - sich nachhaltig engagieren - vernetzt handeln" unterzeichnet. Malermeister Dietmar Ahle war einer der ersten, der dieses Dokument unterschrieben hat.

 

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Gesellschaftliches Engagement von mittelständischen Unternehmen